Checkmk
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In diesem Artikel sind die Screenshots und die beschriebene GUI-Navigation noch nicht auf dem Stand der Checkmk-Version 2.0.0. An den beschriebenen Funktionen selbst hat sich jedoch nichts Grundlegendes geändert und die meisten Funktionen lassen sich mit der Suche im Monitor- oder Setup-Menü der Checkmk 2.0.0 Benutzeroberfläche schnell finden. Wir werden diesen Artikel so bald wie möglich aktualisieren.

1. Grundlegendes

Mit dem Simulationsmodus können Sie die generelle Funktionalität von Checkmk testen, ohne dass dabei Monitoring-Agenten auf Zielhosts kontaktiert werden. Das kann z.B. von Vorteil sein, wenn Sie die Kopie einer Instanz updaten und starten möchten, um eine neue Version von Checkmk zu evaluieren. Konkret gelten in diesem Modus dann die folgenden Bedingungen:

  • Alle Servicedaten werden — sofern vorhanden — aus gepufferten Dateien bezogen und keine einzige Hostanfrage geht über das Netzwerk. Ein Betrieb einer einzelnen Site ist somit sogar komplett ohne Netzwerkzugriff möglich. Sollte keine Cache-Datei für einen Host zur Verfügung stehen, gehen die betroffenen Services in den Status UNKNOWN.

  • Alle aktiven Netzwerkanfragen (Ping, HTTP, etc.) werden auf 127.0.0.1 „umgebogen“. Es werden also alle Hosts als UP betrachtet, sofern deren Status über Ping oder Smart-Ping festgestellt wird. HTTP-Checks versuchen, den Monitoringserver selbst zu kontaktieren — was natürlich zu unterschiedlichen Resultaten führen kann.

Alle anderen Dinge in der Instanz laufen ganz normal weiter:

  • Eine Alarmierung findet weiterhin statt! Schalten Sie am besten in Ihrer Testinstanz die Alarmierung aus oder ändern Sie die Regeln so, dass alle Alarme nur Sie selbst erhalten.

  • Benachrichtigungen und SNMP-Traps in der Event Console werden weiter verarbeitet.

  • Konfigurierte Backup-Jobs werden zu ihrem definierten Zeitpunkt ausgeführt.

  • Hosts und Services auf anderen Instanzen werden in einer verteilten Umgebung weiterhin normal geprüft. Nur in einem verteilten WATO wird der Simulationsmodus an die anderen Remote-Instanzen weitergereicht.

  • Performancedaten bleiben auf dem letzten Wert stehen, werden aber auch weitergeschrieben.

Da im Simulationsmodus nur noch bereits vorhandene Daten benutzt werden, werden sich die Checkresultate nicht mehr ändern. Services, die also Performancecounter zu ihrer Funktion benötigen, werden stale.

2. Aktivierung

Sie haben zwei Möglichkeiten, den Simluationsmodus zu einzurichten. Zum einen ist es möglich den Modus direkt im WATO anzuschalten. Sie finden die Option über Global Settings > Execution of checks > Simulation mode:

omd basics simulation

Zum anderen können Sie den Simulationsmodus auch direkt in der Konfigurationsdatei aktivieren. Das ist sinnvoll, wenn Sie eine Kopie erstellt haben, und den Modus aktiveren wollen, bevor Sie die Site starten. In diesem Fall fügen Sie in der kopierten Site manuell in der Datei global.mk die entsprechende Zeile hinzu:

etc/check_mk/conf.d/wato/global.mk
simulation_mode = True

Achten Sie darauf, dass das True groß geschrieben ist. Um die Änderung wirksam zu machen, erzeugen Sie dann noch die Konfiguration für den Core neu:

OMD[mysite]:~$ cmk -U
Generating configuration for core (type cmc)...OK

Die Instanz kann nun gestartet werden, ohne dass echte Daten von den Hosts geholt werden:

OMD[mysite]:~$ omd start
Starting liveproxyd...OK
Starting mknotifyd...OK
Starting rrdcached...OK
Starting cmc...OK
Starting apache...OK
Initializing Crontab...OK

3. Dateien und Verzeichnisse

PfadBedeutung

etc/check_mk/conf.d/wato/global.mk

Hier wird unter anderem der Simulationsmodus aktiviert. Ist der Wert simulation_mode in dieser Datei nicht gesetzt, wird der Standardwert (off) benutzt.

tmp/check_mk/cache/

Hier befinden sich die gepufferten Agentendaten. Das Verzeichnis ist leer, wenn noch nie Agentendaten geholt wurden. Da sich zudem alle Dateien unterhalb von tmp/ in einer RAM-Disk befinden, wird das Verzeichnis nach einem Neustart ebenfalls leer sein.

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