Checkmk
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1. Die virtuelle Appliance

Mit der virtuellen Appliance Checkmk virt1 können Sie Checkmk als Gast auf einer vorhandenen Virtualisierungsplattform (Hypervisor) wie VMware ESXi betreiben. Auch VirtualBox wird unterstützt und eignet sich besonders gut zum Ausprobieren.

In der Appliance sind das Betriebssystem und eine Web-Oberfläche zur Verwaltung bereits vorinstalliert. Die Appliance wird dialoggestützt eingerichtet, über die Web-Oberfläche konfiguriert und ist nach wenigen Handgriffen einsatzbereit, Sie benötigen daher keine Linux-Kenntnisse.

2. Download der Appliance

CEE Falls Sie eine gültige Subskription mit der Checkmk-virt1-Option haben, finden Sie die Appliance-Software für die Standard Edition und Managed Services Edition im Kundenportal. Alternativ können Sie die virtuelle Appliance der Free Edition auf der Download-Seite herunterladen.

Für die virtuelle Appliance werden die folgenden Dateitypen zum Download angeboten:

  • OVA-Datei: Die virtuelle Appliance Checkmk virt1 für den Import in den Hypervisor. OVA steht für Open Virtualization Archive und ist das Archivformat des Open Virtualization Format (OVF). Die OVA-Datei finden Sie im Download-Bereich beim Produkt Checkmk Appliance.

    Diese Datei benötigen Sie für die Installation.

  • CFW-Datei: Die Firmware der Appliance. Genau wie die OVA-Datei wird eine CFW-Datei im Download-Bereich für jede Appliance-Version bereitgestellt. Mit dieser Datei können Sie eine bereits installierte Appliance im laufenden Betrieb aktualisieren. Der Update der Firmware erfolgt mit der Appliance-Web-Oberfläche.

    Die CFW-Datei benötigen Sie nicht für die Erstinstallation, da in der OVA-Datei die Firmware bereits enthalten ist.

  • CMA-Datei: Die Checkmk-Software zur Installation in der Appliance. Beginnend mit der Appliance-Version 1.4.14 ist in der Appliance keine Checkmk-Software mehr vorinstalliert. Auch die Installation der Checkmk-Software führen Sie mit der Appliance-Web-Oberfläche durch. Die CMA-Datei wird Ihnen im Download-Bereich angeboten, nach der Auswahl der Checkmk-Edition, der Version und der Plattform Appliance.

    Die CMA-Datei benötigen Sie erst nach abgeschlossener Installation — wenn Sie die Konfiguration der Appliance durchführen.

Laden Sie die OVA-Datei für die Installation der virtuellen Appliance herunter.

3. Installation unter VirtualBox

3.1. Voraussetzungen

Für die folgenden Schritte benötigen Sie außer der OVA-Datei eine laufende VirtualBox-Installation. Auf welchem System VirtualBox läuft spielt dabei keine Rolle.

3.2. Import der Appliance

Starten Sie den Import der OVA-Datei über File > Import Appliance und wählen Sie die OVA-Datei aus. Sie sehen anschließend alle Einstellungen der virtuellen Maschine — und können diese auch so belassen. Freilich können Sie an diesem Punkt oder nachträglich Werte ändern, um der Maschine etwa weitere Ressourcen zuzuschreiben.

Wichtig: Bei den Appliance-Einstellungen sollten Sie unter MAC Address Policy dringend die Option Generate new MAC addresses for all network adapters wählen. Andernfalls wird es zu Problemen kommen, wenn mehrere Appliances mit derselben MAC-Adresse im Netzwerk laufen.

virt1 virtualbox import

Sie können die Appliance nun importieren.

Nach dem Import müssen Sie noch einen weiteren Schritt durchführen: Rufen Sie die Netzwerk-Konfiguration der virtuellen Maschine auf. Der Modus ist hier auf Bridged Adapter gesetzt: Der virtuelle Netzwerkadapter wird dabei mit einem Adapter auf Ihrem Host verbunden — und die variieren natürlich. Im Zweifelsfall verlassen Sie die Konfiguration einfach ohne Änderung mit OK — VirtualBox ergänzt den fehlenden Adapternamen dann automatisch mit Ihrem Standardadapter.

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Damit haben Sie die VirtualBox-spezifischen Schritte abgeschlossen. Ihre Appliance ist jetzt startklar und Sie können mit der Grundkonfiguration beginnen.

4. Installation unter VMware ESXi

4.1. Voraussetzungen

Sie benötigen die OVA-Datei der Appliance. Außerdem haben Sie bereits einen ESXi-Server im Netzwerk laufen und darin einen Datenspeicher für die Konfigurationen der virtuellen Maschinen eingerichtet.

4.2. Import der Appliance

Der Import der Appliance läuft weitgehend automatisch, lediglich im Anschluss sollten Sie noch einen Blick auf die Netzwerkkonfiguration werfen.

  1. Wählen Sie in der ESXi-Hauptnavigation den Punkt Virtual Machines.

  2. Starten Sie den Importassistenten über Create/Register VM.

  3. Wählen Sie den Import via OVA/OVF.

  4. Fügen Sie die OVA-Datei hinzu.

  5. Klicken Sie sich weiter durch den Assistenten, ohne weitere Änderungen vorzunehmen.

Anschließend wird die neue Maschine bereitgestellt, was einige Minuten dauern kann.

virt1 esxi import

Wichtig: Die Checkmk virt1 wird mit einem Netzwerk-Interface vom Typ E1000 ausgeliefert, einer Emulation des 1 GB-Netzwerkadapters Intel 82545EM Gigabit Ethernet NIC, für den in der Regel bereits Treiber bereitstehen. Auf einem ESXi-Server sollten Sie die Karte für eine bessere Performance gegen eine Karte vom Typ VMXNET 3 austauschen, ein komplett virtualisiertes 10 GB-Interface. Installieren Sie dazu die VMWare Tools und ändern Sie die Einstellung unter virt1 > Edit > Network Adapter 1 > Adapter Type:

virt1 esxi network

Damit haben Sie die VMWare ESXi-spezifischen Schritte abgeschlossen. Ihre Appliance ist jetzt startklar und Sie können mit der Grundkonfiguration beginnen.

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